13.03.2016 - Studie der IG RiverCruise

Flusskreuzfahrt in Europa erneut auf Rekordniveau

Im Jahr 2015 nahm die Nachfrage nach Fluss-Kreuzfahrtindustrie erneut zu. Das Gesamtpassagieraufkommen aus dem deutschen Marktes stieg um 1,9 Prozent. Einen besonders großen Zuwachs verzeichnete die Nachfrage aus dem US-amerikanischen Markt aufgrund des Flottenwachstums marktführender Unternehmen. Damit unternahmen insgesamt 1,33 Mio. Passagiere eine Flusskreuzfahrt in Europa, womit das Rekordjahr 2014 noch einmal übertroffen wurde. Das ist das Ergebnis der Studie „Der Fluss-Kreuzfahrtmarkt Deutschland 2015“ der IG RiverCruise, der Vereinigung der in Europa tätigen Flusskreuzfahrtreedereien, und des Deutschen ReiseVerbandes (DRV), die heute im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz der IG RiverCruise und des DRV während der ITB Berlin vorgestellt wurde.

Insgesamt wurden innerhalb des deutschen Quellmarktes im vergangenen Jahr 423.635 Flusskreuzfahrten verkauft. Das sind 1,9 Prozent mehr als im Jahr 2014 (415.858 Passagiere). Der Ticketerlös – also die Summe der Erlöse aller verkauften Flussreisen an Reisende aus dem deutschen Quellmarkt – stieg um 39,3 Millionen Euro auf 435,1 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 9,9 Prozent.

Die durchschnittliche Tagesrate einer Flusskreuzfahrt wuchs auf 143,13 Euro und lag somit 5,0 Prozent höher als im Vorjahr. Auch der durchschnittliche Preis für eine Flusskreuzfahrt stieg. Während 2014 die Kosten für eine Flusskreuzfahrt durchschnittlich bei 952 Euro lagen, konnte 2015 die 1000-Euro Marke wieder überschritten werden, der durchschnittliche Reisepreis lag bei 1.027 Euro. Dieser Zuwachs ist unter anderem auf die durchschnittlich höhere Reisedauer, die um 0,18 Tage auf 7,18 Tage stieg, zurückzuführen.

Vor allem ein Faktor verhinderte ein noch stärkeres Wachstum des Flusskreuzfahrtmarktes: Das extreme und langanhaltende Niedrigwasser auf Rhein und Donau beeinträchtigte in der gesamten Saison die Fluss-Kreuzfahrt auf diesen Flüssen. In Folge dessen mussten zahlreiche Fluss-Kreuzfahrtanbieter geplante Kreuzfahrten absagen oder Ersatzverkehre anbieten.

Die Donau und der Rhein waren im Jahr 2015 erneut die bei Deutschen beliebtesten Fahrtgebiete. Wobei der Rhein mit einem Zuwachs von 7,8 Prozentpunkten zum ersten Mal mit 38,2 Prozent an der Donau, die einen leichten Rückgang verzeichnen musste, mit 38,0 Prozent vorbeiziehen konnte.

Die Flusskreuzfahrtbranche produzierte 2015 insgesamt 1,33 Mio. Flussreisen innerhalb des europäischen Fahrtgebietes, welches einem Plus von 20,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. In der Saison 2015 konnte der Quellmarkt USA / Kanada sein extremes Wachstum mit 42,9 Prozentpunkten fortsetzen und sich an dem deutschen Quellmarkt vorbei an erste Stelle in Bezug auf das Passagieraufkommen setzen.

Die stetig steigende Nachfrage nach Flusskreuzfahrtreisen aus dem nordamerikanischen Quellmarkt spiegelt sich auch im Orderbuch der geplanten Neubauten für 2016 wider.

Über die Hälfte der für 2015 geplanten Neubauten mit einer Bettenkapazität von 3.160 wurden von nordamerikanischen Reiseveranstaltern und -Reedereien zum Einsatz im europäischen Fahrtgebiet in Auftrag gegeben.

Die europäische Flusskreuzfahrtbranche trägt außerdem in erheblichem Maß zur Wertschöpfung der Binnenschifffahrt bei. Sie sichert direkt 13.097 Arbeitsplätze auf den Schiffen und weitere 3.514 bei Reedereien an Land. Hinzu kommen circa 11.000 indirekt von der Flusskreuzfahrt abhängige Arbeitsplätze bei Zulieferern, Häfen, Ausflugsagenturen und weiteren Serviceanbietern an Land. Nicht zuletzt nahm die Flusskreuzfahrtbranche im vergangenen Jahr 27 neue Schiffe mit einem Investitionsvolumen von ca. 585 Millionen Euro von europäischen Werften ab.

Die Studie „Der Fluss-Kreuzfahrtmarkt 2015“, die von SeaConsult im Auftrag der IG RiverCruise erstellt wurde, kann für 149 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer und Versandkosten unter info@igrivercruise.com bestellt werden.