19.06.2016 - Expeditions-Seereisen in die Antarktis

Gäste der Fram zelten im ewigen Eis

Von Ende Oktober bis Februar können Hurtigruten Gäste auf Antarktis-Tour mit dem Expeditionsschiff Fram im ewigen Eis übernachten. Und das ganz nach Südpol-Pionier-Manier im Zelt. Die Amundsen-Nacht ist in der Saison 2016/2017 auf neun Antarktis-Reisen buchbar.

Bei der nach dem norwegischen Polarforscher Roald Amundsen benannten „Amundsen-Nacht“ erleben Teilnehmer der Hurtigruten Expeditions-Seereisen die Antarktis hautnah und in alter Pionier-Manier im Zelt. Der Namensgeber selbst erreichte im Januar 1911 auf der historischen Fram die Antarktis und stand am 14. Dezember 1911 als erster Mensch am Südpol. Was für Amundsen vor 105 Jahren noch ein Abenteuer ins Ungewisse war, dürfen Gäste der Hurtigruten Fram heute in moderner, aber dadurch nicht weniger abenteuerlichen Form nachempfinden. Das Gefühl der Einsamkeit in der nächtlichen Antarktis, die unendliche Weite des ewigen Eises und eine Geräuschkulisse, die lediglich aus dem Donnern des Eises, vereinzelten Rufen von Pinguinen oder dem eigenen Atem besteht, ist auch heute noch mit nichts auf der Welt zu vergleichen.

Die Amundsen-Nacht wird seit Winter 2012/13 auf allen Hurtigruten Reisen mit MS Fram in die Antarktis angeboten und seit jeher von den Gästen begeistert aufgenommen und gebucht. Die Plätze für das kalte Abenteuer sind heiß begehrt: Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl kann die „Amundsen-Nacht“ ausschließlich nach Verfügbarkeit an Bord gebucht werden. Pro Reise sind mehrere Übernachtungen geplant, abhängig von Wetter- und Eisbedingungen.

Eine Zeltnacht im ewigen Eis

Ausgestattet mit einer speziell für die Witterungsbedingungen der Region entwickelten Campingausrüstung inklusive High-Tech-Zelten, extra-warmen Schlafsäcken und Überlebensanzügen und in Begleitung von Mitgliedern des erfahrenen Hurtigruten Expeditionsteams wird die Amundsen-Nacht zum unvergesslichen Erlebnis. Nach dem Abendessen landet die kleine Teilnehmergruppe mit Polarcirkel-Booten an. Im wohl abgeschiedensten Ambiente der Welt wird unter fachmännischer Anleitung und nach aktuellem Antarktisstandard ein Camp aus Zweimann-Zelten errichtet. Wer möchte, nimmt vor dem Schlafen an geführten Spaziergängen zu imposanten Aussichtspunkten oder Pinguinkolonien teil – oder genießt einfach nur die Magie des Augenblicks in der hellen Antarktis-Nacht. In den Morgenstunden wird das Camp, ohne Zivilisations-Spuren zu hinterlassen, gemeinsam abgebaut. Zurück auf der Fram erhalten die modernen Antarktis-Pioniere ihr verdientes Spezial-Frühstück sowie ein Teilnahme-Zertifikat. Das rund zehnstündige Abenteuer kostet 3.500 Norwegische Kronen (ca. 375 Euro) pro Person und ist in der Wintersaison 2016/17 nach Verfügbarkeit auf insgesamt neun Reisen mit MS Fram in die Antarktis buchbar.

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