02.03.2016 - Erwerb von drei Werften in Wismar, Warnemünde und Stralsund

Genting Hong Kong setzt auf deutsche Qualität

Für 230,6 Millionen Euro wird Genting Hong Kong die drei Werften von Nordic Yards in Wismar, Warnemünde und Stralsund erwerben. Die Lloyd Werft in Bremerhaven gehört bereits seit letztem Jahr zum chinesischen Unternehmen. Dieses betreibt und vermarktet unter anderem die Kreuzfahrtlinien Star Cruises und Dream Cruises im asiatischen Markt sowie Crystal Cruises im weltweiten Luxusmarkt. Nun sollen die Kapazitäten und das Know-How ausreichen, um im nächsten Jahrzehnt alle geplanten Schiffe in Deutschland bauen zu lassen. Das Management soll der Lloyd Werft Group übertragen werden.

„Das schnelle Wachstum der Kreuzfahrtindustrie, vor allem in China, bringt die Zahl der Schiffbestellungen auf einen nie dagewesenen Höchstpunkt“, sagt Tan Sri Lim Kok Thay, Chairman und CEO von Genting Hong Kong. „Der Kauf der Werften in Deutschland ist eine strategische Entscheidung, die sicherstellt, dass wir unsere geplanten Schiffe pünktlich und möglichst kosteneffizient bauen können.“ Zeitliche und preisliche Unsicherheiten sollen für Genting Hong Kong als Besitzer von vier Werften keine Rolle mehr spielen. Außerdem soll eine hohe Qualität der neuen Schiffe garantiert werden. Mit den vorhandenen Trockendocks und Bauhallen stehen dem chinesischen Unternehmen zukünftig auch keine schlechten Wetterbedingungen mehr im Wege.

Das Trockendock in Wismar ist 340 Meter lang und 67 Meter breit, das in Warnemünde misst 320 und 54 Meter. So können auch die größten Schiffe hier gebaut werden. In Stralsund sollen ebenfalls bis zu 270 Meter lange Schiffe und Megayachten entstehen.

„Deutschland hat eine lange Tradition im effizienten Bau von qualitativ hochwertigen und innovativen Kreuzfahrtschiffen. Mit ihren mehr als 1700 Mitarbeitern gilt die Lloyd Werft Group als eines der besten Schiffsbauunternehmen weltweit. Zudem sind auch viele wichtige Zulieferer in Deutschland positioniert“, meint Tan Sri Lim Kok Thay. „Unsere Entscheidung ist strategisch langfristig, wird sich aber schon ab dem zehnten Jahr finanziell auszahlen“.