16.10.2017 - Neue CLIA-Statistik

Die beliebtesten Destinationen der Europäer

Der internationale Kreuzfahrtverband CLIA (Cruise Lines International Association) hat in einer neuen Statistik untersucht, wohin die 6,674 Millionen Kreuzfahrtgäste aus europäischen Quellmärkten am liebsten reisen. Das Ergebnis: Die Präferenzen unterschieden sich von Land zu Land deutlich. Während sich weit mehr als 50 Prozent der deutschen und dänischen Kreuzfahrtpassagiere auf mehr als drei der Top-Destinationen verteilen, bevorzugen mehr als 90 Prozent der griechischen Gäste eine Reise durch das Mittelmeer. Diese und weitere Informationen veröffentlicht CLIA im Rahmen ihrer „Plan a Cruise Month“-Kampagne.
Top-3-Quellmärkte beanspruchen 69 Prozent des europäischen Kreuzfahrtmarktes

Rund 6,7 Millionen Europäer machten 2016 eine Hochseekreuzfahrt. Das entspricht einem Wachstum von 3,4 Prozent gegenüber 2015. Die drei größten Kreuzfahrtmärkte Europas sind Deutschland, Großbritannien inklusive Irland sowie Italien. Deutschland bleibt mit einem Marktanteil von 30 Prozent bzw. 2,018 Millionen Passagieren der größte Markt für Hochseekreuzfahrten in Europa. Großbritannien & Irland legte im selben Zeitraum um 5,6 Prozent auf 1,889 Millionen Passagiere zu. Das entspricht einem Marktanteil von 28 Prozent. Auf Platz drei ist Italien mit 751.000 Passagieren (-7,1 Prozent ggü. Vorjahr) bzw. einem Marktanteil von 11 Prozent im Jahr 2016.

Europäer verbrachten 57,5 Millionen Nächte auf einem Kreuzfahrtschiff

Passagiere aus Großbritannien & Irland verbrachten mit 18,471 Millionen die meisten Übernachtungen an Bord eines Kreuzfahrtschiffes. Auf Platz zwei folgt der deutsche Quellmarkt mit 18,042 Millionen Übernachtungen. Auf dem dritten Platz ist der italienische Markt mit 5,649 Millionen Übernachtungen.

Die längsten Kreuzfahrten buchten 2016 die Briten & Iren (9,8 Nächte), gefolgt von den Niederländern (9,6 Nächte), den Schweizern (9,0 Nächte) und den Deutschen (8,9 Nächte). Die kürzesten Reisen buchten die Norweger mit durchschnittlich nur 5,1 Übernachtungen an Bord eines Kreuzfahrtschiffes. Die durchschnittliche Reisedauer von Kreuzfahrten, die Europäer 2016 machten, betrug damit 8,6 Nächte.

Präferenzen für Fahrtgebiete unterscheiden sich zum Teil stark

Kreuzfahrten durch das Mittelmeer sind unter Europäern nach wie vor am beliebtesten: 50 Prozent der europäischen Kreuzfahrtgäste bzw. 3,363 Millionen Europäer unternahmen 2016 eine Kreuzfahrt im Mittelmeer oder zu den Atlantischen Inseln. Das entspricht einem leichten Rückgang von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Besonders beliebt ist das Mittelmeer in den Ländern, die direkt daran anschließen: 91 Prozent aller Griechen (22.013 Passagiere), die 2016 eine Hochseekreuzfahrt machten, buchten eine Reise durchs Mittelmeer. Fast drei von vier italienischen Kreuzfahrtpassagieren (74 Prozent; 554.000 Passagiere) reisten 2016 durch das Mittelmeer und das Schwarze Meer. Bei den Spaniern betrug der Anteil der Passagiere, die sich im vergangenen Jahr für eine Kreuzfahrt durch das Mittelmeer und das Schwarze Meer entschieden, 70 Prozent bzw. 342.000 Passagiere.

Mehr als jeder fünfte Kreuzfahrtgast aus Europa (1,386 Millionen Passagiere) machte 2016 eine Kreuzfahrt durch Nordeuropa und die Ostsee. Das entspricht einem Zuwachs von 1,8 Prozent. Unter den norwegischen Passagieren zählen Kreuzfahrten durch Nordeuropa mit einem Marktanteil von 59 Prozent (58.986 Passagiere) zur Top-Destination. Nur jeder fünfte norwegische Passagier, der 2016 eine Kreuzfahrt unternahm, (20 Prozent; 19.561 Passagiere), verbrachte diese im Mittelmeer.

Anders im finnischen Quellmarkt: Unter den finnischen Kreuzfahrtgästen zählte die Karibik (5.263 Passagiere) neben dem Mittelmeer (5.285 Passagiere) im Jahr 2016 zu den Top-Destinationen. Auf beide Fahrtgebiete entfallen jeweils 36 Prozent der Kreuzfahrten, die von Finnen im vergangenen Jahr gemacht wurden. Nordeuropa nimmt mit 10 Prozent (1.484 Passagiere) nur Platz drei ein.

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