06.07.2017 - Reederei präsentiert Freiwilligenprogramm

Erster AIDA-Volontär geht an Bord der Africa Mercy

Mercy Ships und AIDA starten ein gemeinsames Freiwilligenprogramm für Mitarbeiter und Besatzungen, die von nun an direkt an Bord praktische Entwicklungshilfe leisten. Der erste AIDA-Volontär, Ingenieur Tomislav Zubovic, wird die Crew der Africa Mercy ab sofort vier Monate lang unterstützen und seine Seefahrt-Expertise in die tägliche Arbeit an Bord einbringen.

Michael Thamm, Group CEO Costa Group & Carnival Asia, sagt zu den ersten Ergebnisse der im März 2017 unterzeichneten Absichtserklärung: „Dank der Zusammenarbeit mit Mercy Ships können wir die Menschen unterstützen, die es am meisten benötigen. Da dies unsere zentralen Unternehmenswerte widerspiegelt, kann es unsere Crew kaum erwarten, aktiv zu werden und etwas an die Gesellschaft zurückzugeben. Die überwältigende Resonanz unserer Mitarbeiter, an diesem Projekt mitzuwirken, macht mich sehr stolz.“

Die Africa Mercy ist das größte Krankenhausschiff der Welt, das einer nichtstaatlichen Organisation gehört. Mercy Ships bietet kostenfreie Operationen sowie Zahnbehandlungen für Patienten mit dringenden medizinischen Bedürfnissen. Aktuell sind auf dem Schiff über 400 Freiwillige aus mehr als 40 Ländern im Einsatz. AIDA Cruises besetzt durchgehend eine Ingenieursstelle an Bord.

„Tomislav Zubovic und alle weiteren freiwilligen Helfer werden nicht nur kräftig mitarbeiten, sondern ihr Wissen auch mit den anderen Volontären an Bord teilen. So sorgen wir für einen nachhaltigen Nutzen über das Programm hinaus“, erklärt Michael Thamm.

Der 28-jährige Zubovic hat nach seinem Studienabschluss als Schiffsingenieur bereits auf verschiedenen AIDA Schiffen, darunter AIDAsol und AIDAluna, gearbeitet. „Ich bin begeistert“, sagt Zubovic. „Wir bewegen hier wirklich etwas und ich freue mich auf die Herausforderung, beim Betrieb dieses Schiffes zu helfen, das so vielen Menschen Hoffnung bringt.“

Das Freiwilligenprogramm ist nur eine von mehreren Aktionen, die AIDA Cruises und Mercy Ships im Rahmen ihrer Kooperation umsetzen. Das Rostocker Kreuzfahrtunternehmen wird darüber hinaus Gäste, die mit AIDA reisen, für Mercy Ships und deren Aufgaben sensibilisieren. Die Offiziere und Techniker von Mercy Ships wiederum erhalten die Möglichkeit, Praxiserfahrung im Seebetrieb zu sammeln und ihre nautische Expertise an Bord der AIDA Flotte zu erweitern. Zudem spendete die Costa Gruppe, zu der auch AIDA Cruises gehört, 100.000 Euro Soforthilfe an den gemeinnützigen Verein.

Die Africa Mercy, welche von der Wohltätigkeitsorganisation Mercy Ships betrieben wird, bricht im August 2017 nach Douala, Kamerun, auf. Die ehemalige Hauptstadt und größte Stadt des Landes beherbergt auch den größten Hafen Westafrikas. Die Qualität der Gesundheitsversorgung in Kamerun ist immer noch vergleichsweise niedrig. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei lediglich 56 Jahren (http://hdr.undp.org/en/countries/profiles/CMR). Das Land selbst jedoch ist politisch und gesellschaftlich relativ stabil, was die Entwicklung von Landwirtschaft, Straßen und Bahnlinien sowie verschiedenen Industrien begünstigt.

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