17.11.2017 - Institutionalisierung des Hamburg Cruise Net

Hamburg strukturiert Kreuzfahrtschifffahrtsinitiave neu

Imagebotschafter und zugleich Interessensvertreter für die in der Metropolregion gebündelte Kreuzschifffahrtskompetenz ist jetzt Hamburg Cruise Net e.V. (HCN). Mit neuer Struktur und Ausrichtung tritt der Verein die Nachfolge des Hamburg Cruise Center e.V. (HCC) an.

Seit 1998 hat die Kreuzschifffahrt in Hamburg Fahrt aufgenommen. Mit rund 200 Anläufen und insgesamt 800.000 Passagieren gehen die Erwartungen in diesem Jahr zum wiederholten Male in Richtung neuer Rekordmarke. Zu den treibenden Kräften dieser Entwicklung gehörte von Anfang an der Verein Hamburg Cruise Center e.V. (HCC). Auf Beschluss des Hamburger Senates wurde zudem 2014 die Kreuzschifffahrtsinitiative ins Leben gerufen. Hier fungierte HCC als sogenanntes Cruise Office in Kooperation mit dem Hamburger Beratungsunternehmen Uniconsult GmbH. Nach erfolgreichem Abschluss des Projektes im Mai 2017, erfolgte im Juni die Institutionalisierung der Initiative und die Umbennung von HCC in Hamburg Cruise Net.

Im HCN arbeiten Unternehmen mit Kreuzfahrtbezug gemeinsam mit Akteuren der öffentlichen Hand in Form einer Public-Private-Partnerschaft (PPP) eng zusammen. Der Verein steht allen Firmen, Dienstleistern, Organisationen und privaten Betreibern offen, die für die Branche tätig sind. Hamburg Cruise Net vertritt als führendes Netzwerk der Kreuzschifffahrt die Interessen seiner Mitglieder und bietet als Plattform vielfältige Möglichkeiten für Erfahrungsaustausch und Dialog.

Ziel des Vereins ist es, die Voraussetzungen für das Wachstum des Kreuzschifffahrtstandorts und für die Entwicklung der Unternehmen am Standort weiter zu verbessern und so die Attraktivität Hamburgs international zu steigern. HCN sieht es daher auch als seine Aufgabe an, die Vernetzung, Kommunikation und Zusammenarbeit der verschiedenen Partner voranzutreiben und die sinnvolle Strukturierung der branchenaffinen Unternehmen am Standort zu fördern.

Für die Umsetzung dieser Ziele wurden zunächst strategisch wichtige Handlungsfelder definiert. Neben dem Schwerpunkt Netzwerkbildung gehören dazu unter anderem die Themen Ausbildung und Qualifizierung, „Nachhaltige Kreuzschifffahrt“ und Marketing. Die Präsenz auf wichtigen internationalen Branchenevents steht dabei ebenso im Fokus wie die Förderung der touristischen Wertschöpfung am Standort. Da Hamburg von den Kreuzfahrtreedereien gern als Anlaufpunkt für den Passagierwechsel genutzt wird, ergibt sich ein großes Potenzial die Übernachtungs- und Besucherzahlen bei den Hotel- und Kulturangeboten zu steigern. Hier knüpft HCN mit neuen Ideen und Initiativen an und sorgt auf kurzem Weg für die richtigen Kontakte.

Für ausgewählte Handlungsfelder werden Arbeitsgruppen aus Experten gebildet, in denen neben den städtischen Organisationen auch die Kompetenzen der HCN-Mitglieder aus der Privatwirtschaft gefragt sind. Durch diese Zusammenarbeit sollen Synergien identifiziert werden, die jedes Mitglied zum Vorteil seines Unternehmens nutzen kann.

„Alles das ist nur möglich, wenn alle beteiligten Partner von privater und öffentlicher Seite im Netzwerk aktiv mitarbeiten“, unterstreicht Dr. Stefan Behn, Vorstandsvorsitzender Hamburg Cruise Net e.V.

Neben den Vereinsmitgliedern bringen die städtischen Organisationen Cruise Gate Hamburg GmbH (CGH) und die Hamburg Marketing GmbH (HMG) als Holding mit ihren Mitgliedern Hamburg Invest Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (HIW), Hamburg Tourismus GmbH (HHT) und Hamburg Convention Bureau GmbH ihre Expertise in das Netzwerk ein.

„Das Netzwerkmanagement initiiert und koordiniert gemeinsame Aktivitäten dort, wo es sinnvoll und notwendig ist. Bereits seit Anfang des Jahres gibt es einen abgestimmten Marketing-Maßnahmen-Plan 2017 für die Kreuzschifffahrt in Hamburg. Eine echte Premiere und zugleich ein sichtbarer Erfolg für die Zusammenarbeit der Mitglieder von Hamburg Cruise Net e.V.“, sagt Matthias Rieger. Seit 2015 ist er Geschäftsführer von HCC und steht in gleicher Position bei HCN an der Spitze des Managements. Für das nächste Jahr haben sich die Beteiligten auch schon auf den gemeinsamen Kurs verständigt. Die konkreten PR- und Marketingmaßnahmen 2018 werden gerade festgelegt.