16.10.2017 - Initiative für zum Bann von Schweröl in der Arktis

Hurtigruten bei der Our Ocean Konferenz

Auf der Our Ocean-Konferenz in Malta wurde der Startpunkt für die Erweiterung der internationalen Initiative zum Bann von Schweröl in der Arktis-Schifffahrt gesetzt. Das Our Ocean Arctic Commitment wurde ins Leben gerufen, um die Zusammenarbeit zwischen der Kreuzfahrtindustrie, Umwelt-NGOs und indigenen Gemeinschaften weiter auszubauen, zum Schutz der arktischen Umwelt und den dort lebenden Menschen. Dieser Schritt ist die erfolgreiche Fortführung der Initiative von Hurtigruten und der Clean Arctic Alliance.

Die Gefahr eines schweren Ölunfalls bedroht nicht nur die arktischen Ökosysteme. Der Einsatz von Schweröl als Treibstoff verstärkt zudem die Eisschmelze in der Arktis. In der Antarktis ist Schweröl bereits verboten, um die dortigen Ökosysteme und die Tierwelt vor dem Risiko einer Ölkatastrophe zu schützen. Im Falle eines Lecks könne in so abgelegenen Regionen nur äußerst schwierig auf eine Ölpest reagiert werden.

Die neue Initiative für eine schwerölfreie Arktis vereint neben Hurtigruten, die Clean Arctic Alliance (internationale NGO), das Eyak Preservation Council (Organisation für sozialen Wandel in Alaska) und die European Climate Foundation. Das Our Ocean Arctic Commitment von Malta folgt auf das Arctic Commitment, das im Januar 2017 beschlossen wurde. Diese Initiative von Hurtigruten und der Clean Arctic Alliance wurde bereits von mehr als 50 führenden Unternehmen, Polarforschern, indigenen Gruppen, NGOs und politischen Persönlichkeiten unterzeichnet.

Die Erweiterung der Initiative hat das Ziel mehr als 100 Fürsprecher für einen Schweröl-Bann zu vereinen. Die Unterstützer der Initiative möchten das Bewusstsein für das Thema stärken und Unterstützung für die Realisierung gewinnen, damit die Verwendung des umweltschädlichen Schiffkraftstoffs in den arktischen Gewässern zukünftig verhindert wird. Es soll über die Verfügbarkeit innovativer Technologien informiert werden, um zu zeigen, dass der Verzicht auf Schweröl in der Arktis machbar ist und durch Vorreiter wie Hurtigruten bereits erfolgreich umgesetzt wird. Die Schiffe von Hurtigruten fahren ausschließlich mit umweltfreundlicherem Marinedieselöl. Zudem erweitert der führende Anbieter nachhaltiger Expeditions-Seereisen beispielsweise seine Flotte um zwei Hybrid Schiffe und zeigt so alternative Antriebsmöglichkeiten auf.

„Nach dem Erfolg des Arctic Commitment seit unserem Start in Tromsø im Januar fühlen wir uns geehrt, diese Initiative bei Our Ocean vorzustellen und gemeinsam mit der Industrie, Umwelt-NGOs und indigenen Gemeinschaften, an einem Verbot der Nutzung und Beförderung des schmutzigsten Schiffstreibstoffs in der Arktis zu arbeiten“, sagte Dr. Sian Prior, leitender Berater der Clean Arctic Alliance.

„Unsere Gemeinde in Alaska war der Ground Zero für die verheerenden Folgen der Ölverschmutzung der Exxon-Valdez im Jahr 1989 – die Auswirkungen sehen wir bis heute“, sagte Carol Hoover, Exekutivdirektor des Eyak Preservation Council. „Ein Schweröl-Unglück wäre für die Menschen, die auf ihren ursprünglichen Lebensraum angewiesen sind katastrophal. Wir müssen alles tun, um dies in den arktischen Gewässern zu verhindern.“

„In der Antarktis ist der Einsatz von Schweröl bereits verboten, nun ist es an der Zeit dies auch in der Arktis umzusetzen“, sagt Daniel Skjeldam, Hurtigruten CEO. Hurtigruten setzt keinerlei Schweröl auf seinen Schiffen ein uns ist Co-Gründer des Arctic Commitment. „Die Schifffahrtsbranche muss Vorreiter bei der Förderung von Regularien sein, die ein nachhaltiges Bestehen der Arktis sicherstellen. Ein Unfall mit einem großen Schiff und einem Schweröl-Leck in der Arktis wäre eine verheerende Umweltkatastrophe“, so Skjeldam weiter. „Wenn Schweröl in den kalten arktischen Gewässern austritt, hat das größere Konsequenzen als irgendwo anders. Die Arktis verdient nachhaltiges Wachstum und Innovation, und es ist Aufgabe der Industrie hier aktiv zu werden. Hurtigruten ist stolz darauf, das Arctic Commitment bei der Our Ocean Konferenz zu präsentieren“.

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