26.10.2018 - Brand auf dem ersten LNG-Schiff

AIDAnova muss Vorpremierenfahrten absagen

Ratlosigkeit und Enttäuschung bei vielen AIDA-Fans, auf jeden Fall aber bei all denen, die eine der Vorpremierenfahrten gebucht und sich darauf schon gefreut hatten: Gestern, am Donnerstag Nachmittag, den 25.Oktober, gab die Rostocker Zentrale der größte deutschen Reederei bekannt, dass der aktuelle Ausbaustatus eine planmäßige Übergabe von AIDAnova nicht ermöglicht und diese verschoben werden muss.

„Wir bedauern es außerordentlich, dass aus diesem Grund die geplanten Vorpremierenreisen im Zeitraum vom 15. November bis 2. Dezember 2018 nicht stattfinden können“, so Hansjörg Kunze von AIDA. Aber: Die Jungfernreise von AIDAnova soll nach derzeitigen Informationen wie geplant am 2. Dezember 2018 ab Hamburg zu den Kanarischen Inseln starten. „Unser Anspruch ist es, mit AIDAnova ein Schiff in Dienst zu stellen, das nicht nur der gewohnten hohen AIDA Qualität entspricht, sondern auch in vielen Produktbereichen mit neuen Innovationen unsere Gäste begeistern soll“, so Kunze weiter. „AIDA Cruises hat heute alle Gäste und Vertriebspartner über die Fahrplanänderungen informiert und bietet ihnen selbstverständlich alternative Reisemöglichkeiten mit AIDAnova oder aus dem vielfältigen AIDA Urlaubsprogramm an.

Das sind die Reisedaten der Vorpremierenfahrten, die nun nicht stattfinden:
Vorpremiere 1: 15. – 19. November 2018: Bremerhaven-Oslo-Hamburg
Vorpremiere 2: 19. – 23. November 2018: Hamburg-Rotterdam-Hamburg
Vorpremiere 3: 23. – 27. November Hamburg-Oslo-Hamburg
Vorpremiere 4.1: 27. November – 1. Dezember 2018: Hamburg-Rotterdam-Hamburg
Vorpremiere 4.2: 27. November – 2. Dezember 2018: Hamburg-Rotterdam-Hamburg“

Offenbar hängt die Verschiebung der Auslieferung mit dem Brand an Bord des weltweit ersten LNG-Schiffes zusammen, der sich in der Nacht zu Mittwoch ereignet hatte. Das Kreuzfahrtschiff wird zurzeit im niederländischen Eemshaven von der Papenburger Meyer Werft fertiggestellt. Möglicherweise war Brandstiftung im Spiel, was derzeit noch untersucht wird.

Um 2.15 Uhr Mittwochnacht, so ein Bericht der niederländischen Nachrichtenseite Eemskrant.nl zufolge, wurde vorsorglich Großalarm auf dem 337 Meter langen Kreuzfahrtschiff ausgelöst, alle 100 Crew-Mitglieder und 800 Mitarbeiter der Meyer Werft sofort evakuiert. Bei dem Brand sollen zwei Kabinen betroffen gewesen sein.
„Das Feuer konnte mit bordeigenen Mitteln noch vor dem Eintreffen der alarmierten Feuerwehr gelöscht werden“, sagte Werftsprecher Günther Kolbe am Mittwochnachmittag. Die Notfallkette an Bord der AIDAnova habe sehr gut funktioniert. Auch soll niemand verletzt worden sein. „Wir arbeiten mit Hochdruck an der Fertigstellung des Schiffes“, so der Werftsprecher, Kolbe. Und weiter: „Wir werden den Schaden relativ schnell beheben können“, so Kolbe.

Aufgrund des Zwischenfalls musste auch die für diesen Freitag geplante Probefahrt von fünf Tagen Dauer abgesagt werden – auf unbestimmte Zeit. Man müsse, so die Meyer Werft , bei einem so innovativen und komplexen Schiff, einem Prototyp wie es die AIDAnova sei, alle Systeme umfassend testen um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Werft-Geschäftsführer Tim Meyer sagte: „Wir bedauren diese Terminänderung sehr. Für die Meyer Werft ist es sehr wichtig, dass wir das Schiff äußerst gründlich testen und erproben sowie in der gewohnt hohen Qualität fertigstellen und an die Reederei AIDA Crusies übergeben können.“

In ihrer Premierensaison bereist AIDAnova ab Mitte Dezember 2018 auf siebentägigen Kreuzfahrten die Inselwelt der Kanaren und Madeira. Mehr Informationen auf www.aida.de/aidanova. Alle Reisen sind im Reisebüro, im AIDA Kundencenter unter der Telefonnummer 0381/202 707 07 oder auf www.aida.de buchbar.

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