08.06.2019 - Große Investitionen der Mitglieder

Umweltengagement der CLIA-Reedereien

Für die globale Kreuzfahrtindustrie sind der nachhaltige Umgang mit Meeren und attraktive Reiseziele nicht nur wichtige Umweltziele, sondern Voraussetzungen für ein nachhaltiges Geschäftsmodell. Aufgrund ihrer Präsenz und Beliebtheit stehen Kreuzfahrtschiffe ganz besonders im Fokus der Öffentlichkeit. Dabei ist der Anteil der Kreuzfahrtindustrie an den Umweltfolgen durch den Tourismus wie auch jenen durch die globale Schifffahrt vergleichsweise gering: Denn die Kreuzfahrt hat einen Anteil von nur zwei Prozent am internationalen Reiseaufkommen und die weltweite Kreuzfahrtflotte macht weniger als ein Prozent an der kommerziellen Schifffahrt aus.

„Ungeachtet dessen möchten CLIA und ihre Mitgliedsreedereien als Teil des gesamten Tourismus- und Schifffahrtssektors einen großen Teil zum Umwelt- und Meeresumweltschutz beitragen“, sagt Helge Grammerstorf, National Director von CLIA Deutschland. Die unter dem Dach der Cruise Lines International Association (CLIA) zusammengeschlossenen Reedereien profitieren vom konstruktiven Dialog zu bewährten Praktiken für mehr Umweltschutz und Innovationen im Bereich der Nachhaltigkeit. „Die Forschung innerhalb des Kreuzfahrtsektors und erhebliche Investitionen in neue Technologien sind entscheidende Komponenten für die Marktfähigkeit und Serienreife dieser modernen Technologien für die gesamte Schifffahrt“, so Grammerstorf.

Die Beispiele sind zahlreich:

Weltweit hat die Kreuzfahrtindustrie bereits eine Mrd. US-Dollar in neue Technologien und sauberere Kraftstoffe investiert, um die Luftemissionen der Schiffe deutlich zu reduzieren. Die zukunftsorientierte Branche hat mehr als 22 Mrd. US-Dollar für den Bau hochmoderner, mit LNG betriebener Kreuzfahrtschiffe bereitgestellt, die so noch geringere Emissionen und eine höhere Energieeffizienz erreichen werden.

Das erste mit Flüssiggas betriebene Kreuzfahrtschiff wurde bereits in Dienst gestellt, weitere sind bestellt. Andere Schiffe werden mit Schweröl angetrieben, nutzen aber emissionsmindernde Technologien wie Abgasreinigungssysteme, Maßnahmen zur Verringerung des Widerstandes im Wasser und eine optimierte Routenplanung, und minimieren so ihre Umweltauswirkungen.
Die Kreuzfahrtindustrie hat schon früh die Möglichkeiten der Abgasreinigungstechnologie eingesetzt. Dadurch ist diese Technik so weit ausgereift, dass sie dazu beiträgt, den Schwefelgehalt über die vorgeschriebenen Grenzwerte hinaus und den Feinstaubausstoß in der Schifffahrt insgesamt zu reduzieren.

Derzeit sind 111 Schiffe mit einer Kapazität von mehr als 305.000 Passagieren mit solchen Technologien ausgestattet. Zwölf weitere Schiffe werden mit Abgasreinigungssystemen nachgerüstet, für 30 weitere ist eine solche Nachrüstung in Planung. 27 neue Schiffe mit einer Kapazität von fast 100.000 Passagieren werden bereits beim Bau mit Abgasnachbehandlungssystemen ausgestattet. Die Zahl der Schiffe, die mit Landstromanschlüssen ausgestattet sind bzw. nachgerüstet werden, um in entsprechend ausgerüsteten Häfen den Strom aus dem lokalen Stromnetz nutzen zu können, steigt kontinuierlich.
Kreuzfahrtschiffe verkleinern kontinuierlich ihren ökologischen Fußabdruck

CLIA und ihre Mitgliedsreedereien engagieren sich ebenso wie die gesamte Schifffahrtsbranche für eine emissionsfreie Zukunft. Als globale Branche hat sich die Kreuzfahrt verpflichtet, die CO2-Emissionen bis 2030 um 40 Prozent zu reduzieren.

Der Bau eines neuen Kreuzfahrtschiffes dauert in der Regel 18 bis 30 Monate und jedes neue Schiff, das in Dienst gestellt wird, ist umweltfreundlicher als das vorherige. Immer mehr Schiffe wenden emissionsreduzierende Technologien an, um ihren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Das ist auch deshalb relevant, weil Schiffe, die heute gebaut werden, eine Lebenserwartung von mehr als dreißig Jahren haben.

Durch Kooperation und kontinuierliche Gespräche werden die Kreuzfahrtindustrie und CLIA auch weiterhin dazu beitragen, den Tourismus nachhaltiger zu gestalten und so die Umwelt zu schützen.

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