26.07.2019 - Reise ab 29. Juli muss verkürzt werden

Weitere Reise des World Explorers fällt aus

UPDATE: Wie nicko cruises heute mitteilt, muss die geplante Kurzreise ab Bremerhaven demnun doch komplett ausfallen. Es war geplant, dass World Explorer in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Werft verlässt. Jedoch konnten wider Erwarten die Warenanlieferungen und Fertigstellungsarbeiten – trotz sorgfältiger Planung und Koordination durch die Partner-Reederei Mystic Cruises – nicht von allen Zulieferern final abgeschlossen werden. Daher befindet sich World Explorer aktuell noch immer in seinem Werfthafen Viana do Castelo und wird von dort auf direktem Wege nach Reykjavik fahren, um die von dort geplanten Grönlandreisen anzutreten.

Kunden, die von der Absage der Alternativroute betroffen sind, erhalten umgehend ihren Reispreis erstattet und zusätzlich einen Kulanzrabatt in Höhe von 75 Prozent auf den Kabinenpreis einer beliebigen Reise aus dem nicko cruises Programm 2020 oder 2021. Betroffene Reisebüros erhalten die vollen Provisionen auf die ursprüngliche Reise ab Kiel. nicko cruises ist gerade dabei, alle Betroffenen zu informieren.

„Diese erneute Verzögerung auf den letzten Metern vor Indienststellung ist für uns eine herbe Enttäuschung. Letztlich ist für uns jedoch entscheidend, dass unser WORLD EXPLORER unseren Gästen ein Höchstmaß an Komfort und Qualität bietet,“ erklärt Guido Laukamp, Geschäftsführer nicko cruises Schiffsreisen GmbH. „Wir freuen uns sehr darauf, das Schiff nach seinem Nordlandeinsatz zu den Cruise Days in Hamburg endlich einem breiten Publikum zeigen zu können,“ ergänzt Laukamp.

UPDATE: Die World Explorer wird die Reise am 29. Juli ab Kiel nun doch nicht wie geplant durchführen können. Die letzten Fertigstellungsarbeiten am Interieur sowie die Warenanlieferungen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen. Es kommt nun zu einer verzögerten Einschiffung in Bremerhaven und einer Verkürzung der Reise. Kunden erhalten 50 Prozent Rabatt auf den Kreuzfahrtpreis, wenn sie sich für die neue Reise entscheiden oder 50 Prozent Rabatt auf eine Neubuchung einer Reise aus dem Hochseeprogramm 2020 oder 2021. Reisebüros erhalten ihre volle Provision.

UPDATE: Laut nicko cruises wird die Reise am 29. Juli 2019 ab Kiel nun definitiv stattfinden.

Das neue Expeditionsschiff World Explorer von nicko cruises kann auch die geplante Reise am 18. Juli 2019 nicht antreten. Grund dafür sind neue Anforderungen an das Kühlsystem der Motoren, die nun noch umgesetzt werden müssen. Das offizielle Statement lautet wie folgt:

Das neue Expeditionsschiff World Explorer der Reederei Mystic Cruises hat alle bisherigen Testfahrten erfolgreich absolviert. Basierend auf den jüngsten Erfahrungen mit Hochsee-Havarien sind jedoch kürzlich neue Anforderungen seitens der Zertifizierungsgesellschaft und des Motorenherstellers herausgegeben worden. Diese neuen Auflagen besagen, dass das Kühlsystem der drei hochmodernen Rolls Royce-Motoren, das für World Explorer bereits technisch abgenommen war, innerhalb einer vorgegebenen Frist modifiziert werden muss. Künftig wird es Vorschrift sein, dass jeder einzelne Schiffsmotor über einen eigenen, autarken Kühlkreislauf verfügt.

„Die Sicherheit unserer Gäste ist unser oberstes Primat“, sagt Guido Laukamp, Geschäftsführer von nicko cruises. „Daher haben wir uns zusammen mit Mystic Cruises dazu entschlossen, diese notwendig gewordene Anpassung unverzüglich umzusetzen. Der Werftaufenthalt für die Modifizierungsmaßnahmen dauert leider länger, als zunächst veranschlagt. World Explorer wird daher die Kreuzfahrt am 18. Juli ab Kiel nicht antreten können“, erklärt Laukamp weiter.

nicko cruises ist dabei, alle von der Verspätung betroffenen Gäste und Vertriebspartner über die Reiseabsage zu informieren. Eingegangene Zahlungen für die betroffenen Buchungen werden umgehend zurücküberwiesen. Zusätzlich können die Gäste alternative Reisemöglichkeiten aus der vielfältigen Produktpalette von nicko cruises wählen. Gäste, die sich für eine Umbuchung entscheiden, erhalten 50 Prozent Ermäßigung auf den Kreuzfahrtpreis einer gleichwertigen neuen Reise in der Saison 2019 oder 2020.

Unabhängig davon, wie die Kunden sich entscheiden, erhalten Reisebüropartner selbstverständlich ihre Provision in unverminderter Höhe.

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314 Kommentare zu „Weitere Reise des World Explorers fällt aus“

  1. Gerald sagt:

    Ich hätte aus Sicherheitsgründen keine Bedenken auf die Explorer zu gehen.

    Wie es an Bord der drei Fahrten war, wissen nur die Beteiligten, und jeder sah es anders. Ein Passagier beklagte sich über die öden Orte, die Nicko in Grönland ausgesucht hatte. Ich hatte beide besucht, hier mein Bericht wenn von Interesse:

    http://zinni-online.de/Groenland-2015/index.html

    Fand ich alles andere als öde. Ich befürchte der Passagier hatte Iglus, Eisbären, Eis, Kälte, Frostbeulen und andere Klischees erwartet, und sich nicht gut darauf vorbereitet. Die Wahrheit weiß natürlich niemand, der nicht an Bord war. Vielleicht war auch Regen zu der Zeit, dann können alle Orte trist sein. Gerade in Alaska erlebt, zum Glück nur ein Tag. Dafür kann aber keine Reederei der Welt etwas dafür.

  2. Gerd Habersack sagt:

    Bezüglich der Schiffssicherheit bin ich da auf gleicher Linie wie Gerald, physikalisch gesehen geht kein Schiff unter, nur weil die Maschinen ausfallen, ein Ausnahme können extreme Stürme darstellen, wenn Manövrierunfähigkeit besteht. Aber da sind auch heute für die Konstruktion Sicherheitsreserven vorgeschrieben, aber gegen alles ist kein vom Menschen erbautes Objekt absicherbar. Niemand würde Autofahren, wenn ihm alle konstruktiven Risiken permanent bewusst wären.

    Wenn ein Reisender der dritten Reise an anderer Stelle moniert, das Schiff sei unsicher, weil es bei Seegang stark schaukeln würde, muss man anmerken, dass Stabilusatoren bei keinem Schiff der Welt Stampfen, sondern nur Rolllbewegungen abmildern können. Und da sind kleine Schiffe physikalisch empfindlicher, das muss man bei der Schiffswahl bedenken.
    Selbst auf der deutlich größeren Europa 2 stampfte im Juni das Schiff im Indischen Ozean so stark, das nicht wenige Mitpassagiere seekrank waren und ich selbst ausnahmsweise das Angebot des Servicepersonals im Büffetrestaurant annahm, die Teller an den Tisch zu bringen.

    Andererseits fehlt mir etwas der Glaube, tatsächlich nach dem Werftkurzaufenthalt einen intakten Pollbereich vorzufinden und nach der Werft planmäßig am vorgesehenen Zeitpunkt und Ort zu starten, aber das hat ja weniger mit dem aktuellen Zustand des Schiffes, sondern mit der Vorgeschichte zu tun.

    Lassen mich aber gerne mal positiv überraschen, unterdessen ist man ja vor überraschenden Schockerlebnissen wie am 5.August in Reykjavik gefeit, sind die Erwartungen erstmal im Keller, steigt ja die Wahrscheinlichkeit positiver Erlebnisse.

    Werde, sollte dieser Kommentarblog noch existieren, zu berichten versuchen. Vielleicht gibt es ja noch bisher nicht in Erscheinung getreten Leser dieses Kommentarblogs, die sich als Kommentatoren der aktuellen Reisen zeigen werden.

  3. Nicko Cruises räumt auf Anfrage die Probleme ein, jetzt soll dann alles in Ordnung sein.
    https://kreuzfahrttester.com/2019/09/09/nicko-cruises-raeumt-probleme-auf-world-explorer-ein/

  4. Gerd Habersack sagt:

    https://oceanliner-pictures.com/different-pics/bilder-nicko-cruises-ms-world-explorer-oeffentliche-bereiche-und-kabinen.html

    Unter obigen Link findet man eine ausführliche Bilderserie und ein Video zum Erstanlauf in Hamburg, da will man wohl jetzt dem katastrophalen Image der ersten Reisen etwas positiv entgegensetzen.

    Wenn man die Fotos genauer anschaut (man ist ja jetzt sensibilisiert), findet man allerdings auch hier noch Spuren schludrigen Arbeitens (z.B. an einem Balkonfoto) und der Poolbereich erscheint mehr im Hintergrund.

    Für die Reisenden der ersten Reise dürften die Bilder besonders interessant sein und einmal mehr kommt die Frage auf, warum man das Schiff nicht erst im aktuellen Zustand auf Reisen geschickt hat. Das gibt Raum zu vielen Spekulationen. Wenn man sich die Reaktionen verschiedener Portale anschaut, liegen da anscheinend unterdessen einige Nerven blank.

    Oh, und wenn die Zählung stimmt, wird dies der 300.Kommentar in dieser Reihe.

  5. Hildegard sagt:

    Über dem Pool hängt noch ein Netz. Natürlich zur Sicherheit.
    Mein Vorschlag war also gar nicht so schlecht, als ich sagte, man solle besser die Islandfahrten ausfallen lassen und direkt von der Werft nach Hamburg fahren.
    Aber was soll’s.

  6. Lukas sagt:

    Herr Habersack,

    schrauben Sie Ihre Erwartungen ein ganzes Stück nach unten, weiter und noch ein wenig tiefer.
    Ich befinde mich aktuell auf der WE. Wegen technischer Probleme starteten wir bereits mit vier Stunden Verspätung in Hamburg. Mit den schon bekannten 10 Knoten fuhren wir nach Haugesund. Aus 10 geplanten Stunden wurde ein Landgang von 1,5 Stunden. Im Hafen wurde ein Techniker von RR für die Motoren an Bord genommen welcher nur feststellen konnte das mal wieder Ersatzteile benötigt werden. Die restliche Reise wurde komplett umgestellt. Heute befinden wir uns seit 7 Uhr in Bergen,das ablegen ist für 22 Uhr geplant. Die Motoren sollen wohl richtig laufen, aber es geht nun Morgen wieder Richtung Süden mit einem Tag in Stavanger.

  7. Gerd Habersack sagt:

    Der Routenänderung ist mir auch schon aufgefallen.
    Meine Erwartungen sind auch eher, immer wieder mal was neues zu erfahren und einige Tage auf See zu verbringen.
    Wenn das Schiff zur Transatlantiküberquerung im ausgeschriebenen Zeitraum startet, bin ich dabei, ansonsten nicht.
    Nur in einem scheint mir die World Explorer entgegenzukommen: Ich findeSeetage recht schön und frühe Hafeneinfahrten etwas stressig.

  8. Gerd Habersack sagt:

    2020 habe ich dann schon länger 2 Seereisen mit Schiffen gebucht, die ihre Zuverlässigkeit im 5 Sterne Bereich schon lange bewiesen haben, eine Reise hatte ich schon im Juni Als ich beim Erscheinen des WE Katalogs die Transatlantiktour buchte, war das eher als ein Test gemeint, ob die Zahl meiner Versnstalter erweiterbar ist. Aktuell scheint für mich diese Frage schon beantwortet.

  9. Gerd Habersack sagt:

    Welche Rückerstattung bietet nicko cruises denn diesmal an? Bergen ist zwar ein schönes Ziel, Stavanger selbst meiner Erfahrung nach kein Ersatz für die ausgefallenen Ziele.

  10. Lukas sagt:

    Bisher gibt es keine generelle Aussage von Seiten nicko.
    Außer das der Veranstalter “ pro aktiv “ auf jeden Kunden nach Ende der Reise zugehen möcht.

  11. Gerhard sagt:

    Nachdem nun die seitens Nicko angekündigte, seitens unseres Reisebüros verzögerte Refundierung über 80% des Kreuzfahrtpreises nun endgültig erledigt ist, dürfen wir einen kurzen Kommentar auf dieser Plattform veröffentlichen.
    Auch wir haben die erste Kreuzfahrt der World Explorer, 05.08.-18.08.2019 direkt miterlebt.
    Die Berichte Marias und Petras, subjektiv oder nicht, wie auch immer, können wir jedenfalls nur ganz dick unterstreichen. Vielen Dank auch an Rainer für seine kompetente Zusammenfassung. Stimmt mit unseren Erlebnissen und Beobachtungen zu 100% überein. Dem ist so weit nichts mehr hinzufügen.
    Wir wollen nur auf einen Aspekt verweisen, dem offensichtlich bisher Niemand aufgefallen ist.
    Im Katalog Nicko Cruises, Seereisen 2019, steht auf Seite 9, unter
    Wunder bewahren-mit modernster Technik ein Satz, der jedem umweltbewußten Techniker animiert, sich die Schiffstechnik genauer anzusehen:
    IN RUHIGEN GEWÄSSERN GLEITET IHR KLEINES SCHIFF REIN ELEKTRISCH ANGETRIEBEN; NAHEZU LAUTLOS UND VOLLKOMMEN EMISSIONSFREI.
    Wir wollen mal den diesel-elektrischen Hybridantrieb wohlwollend zur Kenntnis nehmen. In der Hoffnung, daß hier eine wirkungsvolle Abgasreinigung verwendet wird. Doch, wie ich mich persönlich auf der Brücke, bei der Durchsicht des Energieversorgungs,- und Verteilungsschemas überzeugen konnte, existiert im Schiff keine für diesen Zweck benötigte Batterie! Somit ist eine rein elektrische Fahrt, nicht mal für kürzeste Strecken, physikalisch unmöglich.
    In der Annahme, daß dieser Satz gutgläubig, naiv und blauäugig, von wem auch immer, in den Hochglanzkatalog gerutscht ist, wollen wir Nicko in ihren eigenen Interesse noch eindringlich darauf hinweisen, daß dieser Satz überarbeitungsbedürftig zu sein scheint. Sollte er in voller Absicht hier drin stehen, riecht das nun mal nach Täuschung.

    Wenn nun jemand der Passagiere meint, alles wäre so safer und absolut sicher abgelaufen, dürfen wir mal anmerken, daß das Schiff einige Tage ausschließlich mit dem Notaggregat unterwegs war. Wollen uns die Problematik nicht ausmalen, wenn das nun auch, vielleicht bei Starkwind, hohem Wellengang und ungünstiger Strömung in unmittelbarer Landnähe ausgefallen wäre. Die Wahrscheinlichkeit dieser Situation sollte zwar sehr gering sein, doch bei all den technischen Problemen der World Explorer, durchaus vorstellbar.

    Noch kurz zu den sich widersprechenden Ansichten des Andreas M:
    Natürlich gab es auch tolle, schöne, zumindest befriedigende Reiseabschnitte. Doch sollten sie bei dieser Art zu reisen die Regel, nicht die Ausnahme sein.
    Jedenfalls kein Grund, diese mit Schnappatmung in den Himmel zu heben.
    Ebenso natürlich das Verhalten der Passagiere, die aus den vielen Negativerfahrungen noch das Beste daraus gemacht haben. Weiters haben wir niemals erlebt, daß die Crew wiederholt von Passagieren angeschrien und angepöbelt wurde. Mag sein, daß bei Einigen die Nerven blank gelegen haben und der Führungscrew verständlicherweise nicht gerade mit ausgesuchter Höflichkeit begegnet sind.
    So viel zu objektiver Berichterstattung.

    Kann nur allen, sich gegenwärtig und künftig auf diesem Schiff befindlichen Passagieren eine in jeder Hinsicht erfreuliche, problemlose und absolut sichere Reise wünschen.
    Immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel, Ahoi und mit
    freundlichen Grüßen
    Gerhard

  12. Gerd Habersack sagt:

    Die sehr gut klingende Meldung von Axel wurde da ja leider wieder sehr schnell von der komplexen Wirklichkeit der World Explorer eingeholt.

  13. Gerd Habersack sagt:

    Bei der Auslaufparade scheint die World Explorer ja mal planmäßig ausgelaufen zu sein. Die Bewertungen von Kunden auf dem Schiff (holidaycheck) bleiben aber weiterhin negativ, auf der Norwegenreise war der gefüllte Pool wohl undicht, in den Kabinen wurde weiterhin nachgebessert etc. Bisher punktet das Schiff wohl eher von außen.

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