15.02.2012 - TUI-Konzern

Einigung über Verkauf von Hapag-Lloyd

Die TUI AG wird ihre Beteiligung an Hapag-Lloyd – vorbehaltlich der Zustimmung durch die Gesellschafter des Albert Ballin Konsortiums – weiter reduzieren, die Hybrid-II-Finanzierung beenden und dadurch bis 30. Juni 2012 einen Cash-Zufluss von 700 Millionen Euro verbuchen. TUI erhält außerdem das Recht, jederzeit ab Ende Juni 2012 einen Börsengang mit vorrangiger Platzierung der von TUI gehaltenen Aktien zu verlangen. TUI bleibt daneben unverändert berechtigt, die verbleibenden Hapag-Lloyd-Anteile an Dritte zu verkaufen. Der Mittelzufluss soll zur weiteren Schuldenreduzierung genutzt werden und damit höhere Handlungsfreiheit im Kerngeschäft Touristik ermöglichen.

Die Transaktion erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren:

– Zunächst wird Hapag-Lloyd noch im Laufe des Februars 2012 einen Teil der Hybrid-II-Finanzierung in Höhe von 100 Millionen Euro tilgen.

– Albert Ballin erwirbt bis 30. März 2012 von TUI Hybrid-II-Kapital in Höhe von 125 Millionen Euro zum Nominalwert.

– Anschließend bringen Albert Ballin und TUI jeweils 125 Millionen Euro des Hybrid-II-Kapitals gegen Gewährung neuer Aktien in die Hapag-Lloyd ein. Der Anteil der TUI an Hapag-Lloyd steigt damit vorübergehend leicht von aktuell 38,4 Prozent auf 39,5 Prozent.

– Bis 29. Juni 2012 erwirbt Albert Ballin dann von TUI zu einem Kaufpreis von 475 Millionen Euro 17,4 Prozent Hapag-Lloyd-Aktien. Der TUI Anteil an Hapag-Lloyd sinkt damit auf rund 22 Prozent.

– Unter Beachtung der Bedingungen der in 2010 von Hapag-Lloyd begebenen Anleihen unterbreitet Hapag-Lloyd der TUI im April 2013 darüber hinaus das Angebot zum Rückkauf weiterer Hapag-Lloyd-Aktien im Gesamtwert von 37,5 Millionen Euro, wodurch sich der TUI Anteil an Hapag-Lloyd weiter verringert.

– Neben dem Recht der TUI ab Ende Juni 2012 einen Börsengang auszulösen ist TUI frei, die verbleibenden Hapag Lloyd-Anteile an Dritte zu veräußern.

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