01.04.2015 - Azur-Reportage

Abenteuer in antarktischen Gewässern

An Bord der Plancius von Oceanwide Expeditions erleben 117 Passagiere die nahezu unangetastete Wildnis des siebten Kontinents hautnah. Das kleine Expeditionsschiff macht sich auf den Weg zu einem Abenteuer inmitten von Giganten aus Eis, unzähligen kleinen Frackträgern und den größten Säugetieren dieser Erde.

„Fin del mundo“, steht auf dem hübsch verzierten Holzschild direkt an der weitläufigen Bucht des Beagle-Kanals, an der Ushuaia liegt. In der Tat, laut Definition ist die idyllische argentinische Stadt die südlichste der Welt und somit auch deren Ende. Wer am Wasser steht und der Uferpromenade Ushuaias den Rücken zukehrt, blickt auf die letzten Zeichen menschlicher Werke. Einige Segelboote schaukeln leicht vor sich hin, dazwischen führt ein breiter Steg ins Nichts. Es scheint, als wäre das Ende der Welt noch nicht das Ende des Möglichen. Einen Blick über den Tellerrand der Zivilisation zu werfen und die unangetastete Natur der Antarktis zu erkunden – davon träumen zahlreiche Touristen, die hier in Ushuaia an Bord eines Kreuzfahrtschiffs gehen und sich auf den Weg in Richtung Süden machen, zu einer der außergewöhnlichsten und spannendsten Destinationen dieser Erde. Viele Schiffe passieren dabei lediglich die Küsten der antarktischen Halbinsel, so dass die Passagiere an Deck mit dem Fernglas einiges zu sehen bekommen. Eine Reise mit Oceanwide Expeditions ist das komplette Gegenteil. Schon beim ersten Anblick der rustikalen Plancius denke ich an ein Abenteuer. Als erstes sticht von Weitem der Kran ins Auge, der die Zodiacs auf das Arbeitsdeck hebt. Ich freue mich auf das echte Erlebnis, auf eine authentische Expeditionskreuzfahrt mit vielen Überraschungen und Entdeckungen. Und ich bin aufgeregt, aber das ging wohl jedem so, der seit den ersten Expeditionen Anfang des 20. Jahrhunderts eine Reise zum siebten Kontinent angetreten ist.

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