Ein Zipfel vom Paradies

Nur eine Handvoll Yachten kreuzt durch die himmlische Gewässer der Seychellen. Jede Insel ist ein kleines Juwel. Einsame Ankerbuchten gibt es hier wie Sand am Meer.

Im letzten Licht des Tages glitzert die fast spiegelglatte Fläche des Indischen Ozeans. Warm und sanft streift die feuchte Tropenluft über das Deck. Reggae-Musik schallt aus der Luke der Kombüse. Ein Duftgemisch aus Limone, Curry und exotischen Gewürzen folgt dem Klang. Die Crew holt das große Hauptsegel ein und zurrt es fest. Die siebzig Meter lange Ankerkette rattert, rollt über die Ankerwinde zum Meeresboden. Der elegante Dreimaster Sea Star schaukelt ruhig in einer weiten, geschützten Bucht vor Praslin, der zweitgrößten Insel der Seychellen.

Heute Vormittag bin ich in Victoria, der quirligen Hauptstadt der Seychellen gelandet. Eine kurze Taxifahrt brachte mich zum kleinen Hafen. Das Einchecken an Bord ging unkompliziert und schnell. Der Kapitän und seine Crew begrüßten mich persönlich und brachten mein Gepäck in die einfache, aber gemütliche Kabine. Vier Stunden erst bin ich mit der Sea Star unterwegs. Und ich fühle mich schon fast wie zu Hause. „Bis zum Sonnenuntergang ist die Badesaison eröffnet“, ruft der Kapitän. Dafür verlasse ich gerne das gemütliche Sonnendeck, auf dem ich mich während der ersten ruhigen Segelstunden von der Anreise erholt habe. Über die kurze Leiter der großen Badeplattform am Heck komme ich leicht in einen der schönsten Pools der Welt: den 28 Grad warmen Indischen Ozean. Willkommen im Paradies.

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