27.11.2019 - Experten aus Wissenschaft, Schifffahrt und Politik an Bord

TUI Cruises beruft unabhängigen Umweltbeirat

TUI Cruises hat einen unabhängigen Umweltbeirat ins Leben gerufen. Bei der konstituierenden Sitzung am 15. November 2019 in Hamburg wurden erste Weichen für die gemeinsame Arbeit gestellt. Künftig werden vier Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Schifffahrt und Politik das Hamburger Kreuzfahrtunternehmen in Umwelt- und Klimaschutzfragen beraten.

Die Mitglieder des TUI Cruises Umweltbeirats sind:

· Prof. Dr. Stefan Gössling, Wissenschaftler und Experte im Bereich Tourismus, Verkehr, Nachhaltigkeit sowie Emission von Treibhausgasen
· Prof. Dr.-Ing. Horst Harndorf, Schifffahrtexperte und ehemaliger Leiter des Lehrstuhls für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren der Universität Rostock
· Prof. Dr. Lucia A. Reisch, Professorin für Konsumverhalten und Verbraucherpolitik und von 2010 bis 2019 Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung
· Ole von Beust, Rechtsanwalt und ehemaliger erster Bürgermeister Hamburgs, Initiator der Maritimen LNG-Plattform.

In Zukunft wird sich der Umweltbeirat regelmäßig mit der Geschäftsführung von TUI Cruises treffen und austauschen. „Als führendes Kreuzfahrtunternehmen ist es unser Ziel, unsere Kreuzfahrten so sauber wie möglich zu gestalten. Wir betreiben schon heute die jüngste und umweltfreundlichste Kreuzfahrtflotte weltweit. Um unserer Vision einer emissionsfreien und klimaneutralen Kreuzfahrt näher zu kommen, arbeiten wir ständig daran, uns zu verbessern. Ich freue mich sehr, Experten mit an Bord zu haben, die uns auf diesem Weg begleiten“, sagt Wybcke Meier, Vorsitzende der Geschäftsführung bei TUI Cruises.

Prof. Dr. Stefan Gössling: „Die Kreuzschifffahrt ist eine der energieintensivsten Tourismusformen und steht vor einer großen Transformationsherausforderung. Gemeinsam wird es uns hoffentlich gelingen, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit zu vereinen.“

Prof. Dr.-Ing. Horst Harndorf: „Der Schlüssel für eine klimaneutrale Zukunft der Kreuzschifffahrt liegt in der Nutzung erneuerbarer Brennstoffe unter Einhaltung ambitionierter Abgasschadstoffemissionen“.

Prof. Dr. Lucia Reisch: „Schiffe erzeugen zwar viel weniger Emissionen als der Straßenverkehr, stehen aber deutlich mehr am Umweltpranger. Dies liegt zum einen an ihrer Sichtbarkeit, zum anderen auch daran, dass die Schifffahrt vom Pariser Abkommen ausgenommen ist und sich ihre Emissionsreduktionspfade selbst suchen muss. Es ist spannend, ein Unternehmen zu begleiten, das sich auf den Weg macht, seinen Beitrag zu den Sustainable Development Goals zu leisten.“

Ole von Beust: „Ich freue mich auf die Aufgabe, die Wünsche nach einem vielseitigen, anspruchsvollen touristischen Angebot mit den Zielen von Klima- und Umweltschutz in Einklang zu bringen.“

Über das Umwelt- und Klimaschutzengagement von TUI Cruises

TUI Cruises betreibt aktuell die jüngste und umweltfreundlichste Flotte weltweit. Sechs der sieben Schiffe sind zwischen 2014 und 2019 gebaut. Mit modernster Technik und innovativen Projekten hält TUI Cruises Kurs auf zukunftsorientierte Lösungen und setzt in Sachen Umwelt- und Klimaschutz stets neue Maßstäbe. Dabei geht TUI Cruises immer einen Schritt weiter als die gesetzlichen Bestimmungen es vorschreiben: Flottenweit setzt TUI Cruises auf Energie-Effizienz, um den Treibstoffeinsatz und somit die Emissionen zu senken. Auf sechs von sieben Schiffen reduziert die Hamburger Kreuzfahrtreederei zusätzlich die Emissionen über ein Abgasreinigungssystem. Dieses besteht aus einem Hybrid-Scrubber und Katalysatoren und reduziert die Schwefelemissionen bis zu 99 Prozent, Partikel bis zu 60 Prozent und Stickoxidemissionen um 75 Prozent – freiwillig, weltweit und rund um die Uhr. Bis 2023 können alle Schiffe Landstrom beziehen. 2024 und 2026 stellt TUI Cruises zwei neue Schiffe in Dienst, die mit dem emissionsarmen Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden. Kontinuierliche Verbesserungen im Bereich Abfallvermeidung, Abfall- und Abwassermanagement sorgen darüber hinaus für eine kontinuierliche Senkung der Umweltauswirkungen im laufenden Schiffsbetrieb.

Über die Mitglieder des TUI Cruises Umweltbeirats

Prof. Dr. Stefan Gössling

Stefan Gössling ist Professor am Institut für Service Management der Universität Lund und an der School of Business and Economics der Linné-Universität in Kalmar (beide in Schweden). Seit 1992 befasst er sich insbesondere mit Klimawandel und Mobilität vor dem Hintergrund der Notwendigkeit globaler Emissionsminderungen. Seine Forschung umfasst quantitative, modellbasierte und gesellschaftswissenschaftliche Ansätze. Gössling war in beratender Funktion für UNEP, UNDP, UNWTO, OECD, Weltbank und das Europäische Parlament tätig. Er war beitragender Autor des vierten Rahmenberichts des IPCC und Mitglied des beratenden Ausschusses der Initiative UNEP Global Partnership for Sustainable Tourism.

Prof. Dr.-Ing. Horst Harndorf

Von 2006 bis 2016 war Horst Harndorf Leiter des Lehrstuhls für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren der Universität Rostock, die sich vor allem mit der Forschung zur Schadstoffsenkung im Schiffsverkehr international einen Namen gemacht hat. Zu Harndorfs Lehr- und Forschungsgebieten gehörten unter anderem neue Brennverfahren und Einspritzsysteme, Abgasnachbehandlung und regenerative Kraftstoffe. Harndorf hat die Forschung für umweltfreundliche Motoren maßgeblich vorangebracht und setzt sich stark dafür ein, die Schifffahrtsindustrie zu sensibilisieren. Harndorf ist Mitbegründer und Gesellschafter des Forschungszentrums für Verbrennungsmotoren und Thermodynamik Rostock (FVTR GmbH) sowie Mitglied der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Fahrzeug- und Motorentechnik e.V..

Prof. Dr. Lucia A. Reisch

Lucia A. Reisch ist Verhaltensökonomin, Professorin für interkulturelle Konsumforschung und europäische Verbraucherpolitik an der Copenhagen Business School sowie Gastprofessorin an der Zeppelin Universität Friedrichshafen. 2017 wurde ihr der Leibniz-Chair des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) in Bremen verliehen. Sie ist Herausgeberin des internationalen „Journal of Consumer Policy“ und leitet aktuell mehrere deutsche und europäische Forschungsprojekte im Bereich Nachhaltige Entwicklung und Gesundheit. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Verbraucher- und Nachhaltigkeitspolitik, der empirischen Konsumverhaltensforschung (insbesondere nachhaltiges Konsumieren und Produzieren), der Verhaltensbasierten Regulierung sowie der Innovationsforschung. Reisch war von 2014 bis 2018 Vorsitzende des Sachverständigenrats für Verbraucherfragen beim Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. Sie war Mitglied im Bioökonomierat der Bundesregierung und von 2010 bis 2019 Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung.

Ole von Beust

Ole von Beust ist Rechtsanwalt und war von 2001 bis 2010 erster Bürgermeister Hamburgs. In seiner Amtszeit wurde u.a. das Konzept und die Antragstellung für die Ernennung Hamburgs zur „European Green Capital“ durch die EU-Kommission entwickelt. Nach seiner Amtszeit gründete er die Beratungsgesellschaft von Beust & Coll, die unter anderem Mitinitiatorin des „Maritimen LNG-Plattform e.V.“ war und deren Geschäftsführung sie bis heute innehat. Ole von Beust war und ist Mitglied in Aufsichts- und Beiräten, die sich unter anderem mit den Themen regenerativer Energien bzw. Nachhaltigkeit befassen.

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