28.07.2020 - MS Berlin

FTI Cruises stellt Betrieb ein

 
FTI stellt unter anderem den Kreuzfahrt-Spezialisten FTI Cruises ein. Somit ist auch unklar, wie es mit der Berlin weitergeht. Mit der Schließung von FTI Cruises, Fly.de, Servicecenter Touristic 24 und LAL-Sprachreisen will FTI die Personalkosten um rund 20 Prozent senken.

Die Berlin wurde unter der Baunummer 163 bei der Howaldtswerke-Deutsche Werft in Kiel gebaut. Die Kiellegung fand am 4. September 1979, der Stapellauf am 12. Januar 1980 statt. Die Fertigstellung erfolgte am 27. Juni 1980. Anschließend wurde die Berlin an die Reederei Peter Deilmann abgeliefert und unter deutscher Flagge für weltweite Kreuzfahrten eingesetzt. Von 1982 bis 1985 fuhr das Schiff zeitweise als Princess Masuhri unter der Flagge Singapurs.

Ende 1986 wurde es auf der Nobiskrug-Werft in Rendsburg umgebaut. Dabei wurde das Schiff um 16,8 Meter von 122,5 auf 139,3 Meter verlängert. Durch den Umbau vergrößerte sich die Kapazität des Schiffes von 330 Passagieren in 150 Kabinen auf 420 Passagiere in 210 Kabinen. Von 1986 bis 1998 war die Berlin Das Traumschiff in der ZDF-Fernsehserie.

Ende 2004 endete der Einsatz des Schiffes für die Reederei Peter Deilmann. Das Schiff wurde zunächst in Genua aufgelegt und nach drei Monaten Aufliegezeit an den britischen Kreuzfahrtanbieter Saga Cruises verkauft. Saga Cruises vercharterte das Schiff 2005 für eine Saison an den russischen Anbieter Metropolis Tur (Метрополис Тур), der das Schiff als Orange Melody unter der Flagge der Bahamas für Kreuzfahrten rund um Europa einsetzte.

Nach einem Umbau, bei dem die Kapazität des Schiffes durch die Umgestaltung mehrerer Doppelkabinen zu Einzelkabinen von 420 Passagieren auf 352 gesenkt wurde, fuhr das Schiff als Spirit of Adventure. Im August 2011 kaufte der deutsche Reiseveranstalter FTI Group das Schiff und vermarktete es durch die Tochterfirma FTI Cruises ab Mai 2012 unter dem Namen FTI Berlin in Deutschland. Seit März 2014 war das Schiff wieder unter dem ursprünglichen Namen Berlin im Einsatz.

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