06.08.2020 - AZUR-Reportage

Yacht-Kreuzen entlang Kroatiens Küsten

Flamingo Ingo wartet schon an der Marina – und auf eine Erfrischung! Platsch! Auf dem pinken XXL-Schwimmtier durchs türkisblaue Wasser treiben, dabei orange-roten Aperol Spritz von der Poolbar schlürfen, in das wolkenlose Himmelblau träumen. Das ist Karibik-Feeling in Kroatien. Das ist Kreuzreisen wie auf der eigenen Yacht – wie eine Prinzessin, auf einer Prinzessin: Die Motoryacht Princess bietet die ideale Möglichkeit, einen ganz privaten Urlaub entlang der dalmatinischen Küste zu genießen – mit täglichen Badestopps in einsamen Buchten, mit Overnights in top restaurierten Altstädten voller Flair, dabei stets umsorgt von einer neunköpfigen Crew.

Rückblende: Ein paar Tage zuvor, Mitte Juli, 2020. Mitten im ersten Corona-Sommer. Meine erste Kreuzfahrt seit Beginn der Epidemie. Startpunkt ist das kroatische Hafenörtchen Trogir. Ich stehe an Deck der Princess mit Blick auf Uferpromenade unter mir. Vor drei Wochen schien diese Kreuzfahrt noch undenkbar. Glück gehabt!

Der elegante Salon ist das Restaurant an Bord. Hier werden in Corona-Zeiten an festen Plätzen von den Kellnern alle Mahlzeiten und die Getränke serviert.

Ausschlaggebende Faktoren für den Neustart von Phoenix Reisen in dieser Region: 1. Kroatien gilt nicht als Risikoland (Stand: Juli 2020). 2. Die geringe Gästeanzahl von maximal 40 pro Reise. Welche Hygienemaßnahmen während meiner Reise an Bord der Princess gelten: Vor der Einschiffung wird vor dem Betreten des Schiffes mit einem elektronischen Messgerät die Fiebertemperatur der Gäste gemessen. 1,5 Meter Mindestabstand einhalten. Desinfizieren der Hände bei jedem Betreten des Schiffes und des Salons. Verzicht auf Händeschütteln. Keine freie Platzwahl im Restaurant. Keine Selbstbedienung. In den Fluren Mundschutz tragen. Im Restaurant trägt die Crew Mundschutz und Plastikhandschuhe, serviert uns so geschützt das gesamte Essen und Trinken. Bücher, Zeitschriften und Spiele liegen nicht wie sonst zur Ausleihe an die Gäste aus. Der Jacuzzi auf dem Sonnendeck bleibt geschlossen.

Eine große Familie: die Crew der Princess mit Kreuzfahrtleiter Michael Kaufmann (im türkisfarbenen Shirt) und rechts neben ihm Kapitän Marjo.

Um es vorwegzunehmen: Mit diesen Einschränkungen können alle bestens leben und diese Kreuzfahrt auch in Corona-Zeiten wunderbar genießen.

Kurze Wege, kurze Eingewöhnungszeit: In wenigen Schritten sind die Decks der Princess abgelaufen: Das teils beschattete und mit ausreichend Liegen, Stühlen und einer kleinen Bar ausgestattete Sonnendeck, von dem aus ich jetzt Trogirs Uferpromenade beobachte, ein Deck tiefer das Restaurant mit angrenzender Bar. Von hier aus gelange ich am Heck in den windgeschützten Outdoor-Bereich mit gemütlichen Lounge-Stühlen und flachen Tischen. Noch ein Deck tiefer liegt am Heck die Marina.

Trogirs Charme ist allgegenwärtig. Die seit 1997 unter Weltkulturerbe stehende Altstadt zeugt an jeder Fassade und Ecke von der Blüte des altvenezianischen Dalmatiens. Ruckzuck schalte ich in den Entspannungsmodus. Tage her scheint der im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubende Masken-Flug an diesem frühen Morgen. Wie befreit lasse ich mich durch verwinkelte Gassen und Laubengänge dieser von den Griechen gegründeten Stadt treiben. Auch wenn es heißt, dass jetzt wöchentlich 150 000 Touristen mehr nach Kroatien kommen, sollte es hier erst am Abend voller werden. Tagsüber sind die. Restaurants und Geschäfte kaum besucht. Nur der Wochenmarkt ist gut besucht, wo Obst, Gemüse, lokale Produkte wie Olivenöl, Honig, Seifen, Lavendel feilgeboten werden.

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